Triamcinolon Acetonid Injection für Oberlidretraktion bei endokriner Orbithopathie

Oberlidretraktion bei endokriner Orbithopathie

Was wird gemacht? – Man spritzt 20 mg (0,5 ml) von Kortisonmedikament (Triamcinolon Acetonid) unter die Bindehaut supero-temporal. Ggf. wiederholt (etwa 1 Mal wöchentlich, 3 Mal wiederholt).

Wofür wird es gemacht? – Um das aufgezogene Oberlid wieder nach unten zu bringen und möglichst die Symmetrie zwischen den Augenlidern zu erreichen. Das Oberlid geht somit durchschnittlich 2 mm runter, was von den meisten Patienten als befriedigend wahrgenommen wird. Die Wirkung ist nicht permanent und kann z. B. drei- – viermonatlich wiederholt werden, bis das Prozess sich stabilisiert.

Wann wird es gemacht? – Während der ersten Phase der Oberlidretraktion (Stauungsphase) ist diese Behandlung mehr effektiv. Sehr effektiv ist es während der ersten 6 Monate nach Entstehen der Oberlidretraktion. In der späteren Fibrose-Phase (nach ca. 10 Monaten vom Entstehen der Lidretraktion) wirkt diese Behandlung kaum.

Wie erfolgreich ist es? – Man erreicht ästhetisch mehr akzeptable Lidlagerung.

Wie schnell wirkt diese Behandlung? – Die verschiedenen Fallserien haben die Wirkung innerhalb von 1-6 Monaten gezeigt.

Welche Komplikationen sind möglich?Augeninnendruckanstieg (etwa bei 50% der Patienten; kann auch in 6 Monaten auftreten; kann meist mit den Augentropfen behandelt werden; meist vorübergehend; kann aber evtl. selten eine drucksenkende Augenoperation notwendig machen). Milde Ptosis (herunterhängendes Oberlid). Verlagerung der Umschlagfalte des Oberlids nach oben. Verdünnung des Fettgewebes des Oberlids.

Wie sieht spontaner Verlauf aus? – Etwa 17-57% der Fälle der aktiven (frühen) Phase werden sich evtl. auch ohne Behandlung verbessern.

Beispiele von der Verbesserung kann man in diesen Publikationen finden:

Grisolia, A. B. D., Couso, R. C., Matayoshi, S., Douglas, R. S., & Briceño, C. A. (2017). Non-surgical treatment for eyelid retraction in thyroid eye disease (TED). British Journal of Ophthalmology, 102(2), 158–163. doi:10.1136/bjophthalmol-2017-310695

Young, S. M., Kim, Y.-D., Lang, S. S., & Woo, K. I. (2018). Transconjunctival Triamcinolone Injection for Upper Lid Retraction in Thyroid Eye Disease—A New Injection Method. Ophthalmic Plastic and Reconstructive Surgery, 1. doi:10.1097/iop.0000000000001120

Joos, Z. P., & Sullivan, T. J. (2017). Peri-levator palpebrae superioris triamcinolone injection for the treatment of thyroid eye disease-associated upper eyelid retraction. Clinical & Experimental Ophthalmology, 45(6), 651–652. doi:10.1111/ceo.12939

Hauptquellen:

Lee, J. M., Lee, H., Park, M., & Baek, S. (2012). Subconjunctival Injection of Triamcinolone for the Treatment of Upper Lid Retraction Associated With Thyroid Eye Disease. Journal of Craniofacial Surgery, 23(6), 1755–1758. doi:10.1097/scs.0b013e3182646043

Grisolia, A. B. D., Couso, R. C., Matayoshi, S., Douglas, R. S., & Briceño, C. A. (2017). Non-surgical treatment for eyelid retraction in thyroid eye disease (TED). British Journal of Ophthalmology, 102(2), 158–163. doi:10.1136/bjophthalmol-2017-310695

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